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Gründung

1. Gründungsgeschichte

In der Gemeinde Wasserburg (Bodensee) stand im Jahr 2002/2003 die Entscheidung über die Sanierung des Seeschwimmbades mit Sporthalle an. Es sind diverse Finanzierungsmöglichkeiten diskutiert und geprüft worden. Das Gemeinderatsmitglied Gerhard Loser hat generell das Thema Stiftung aufgegriffen, da er beruflich damit vertraut ist. Beim Neujahrsempfang der Gemeinde im Januar 2003 gab es die Initialzündung, da ein kundiger Bürger dieses Gemeinderatsmitglied mit Informationen zum Thema Bürgerstiftung ausstattete. Schnell wurde erkannt, dass die Bürgerstiftung für die Finanzierung der oben genannte Sanierung nicht in Frage kommt. Aber die Idee, eine Bürgerstiftung zu gründen, war geboren und verankert.

Diverse Informationsveranstaltungen, Pressemitteilungen und persönliche Gespräche folgten und führten dazu, dass die Zahl der interessierten Bürger zunahm. Die Bereitschaft, die notwendigen finanziellen Mittel einzubringen, wuchs über die Monate. Dennoch erwies es sich als Herausforderung, dass mindestens notwendige Stiftungskapital von € 50.000 zu genieren. Der letztlich noch notwendige Schub war die Idee des damaligen Bürgermeisters Thomas Eigstler zu verdanken, das vom Schriftsteller Geißler der Gemeinde gewidmetes Vermögen für die Bürgerstiftung zur Verfügung zu stellen. Der Gemeinderat bewilligte das, zumal der Schriftsteller die Verwendung des Geldes unter die Bedingung gestellt hatte, dass es den Wasserburger BürgerInnen zu Gute kommen solle. 

Nun folgten die Anträge auf Anerkennung  als „gemeinnützig“ durch das Finanzamt Kempten und die Anerkennung als „öffentliche Stiftung privaten Rechts“ durch das Regierungspräsidium Augsburg. Für die Satzung stand der Bundesverband der deutschen Stiftungen mit Referenten und Know-how unterstützend zur Verfügung.  

Schließlich fanden sich am 19.04.2004 elf Gründungsstifter/-innen zusammen und gründeten die Bürgerstiftung Wasserburg (Bodensee) mit einem Startkapital von € 51.000. Zweifelsfrei ein Erfolg in einer Gemeinde mit einer Einwohnerzahl von ca. 3.200 Personen.

Jetzt folgte die Arbeit rund um Flyer, Logo und Auftritte nach außen. Das war um so schwieriger, als das Stiftungskapital nicht angerührt werden durfte. Schließlich fand man auch da Wege, die durch engagierte Menschen zustande kamen, denn:

„Kleine Taten,
die man ausführt,
sind besser
als große Taten,
die man plant.”
(George C. Marshall),

so lautet der Leitsatz der Bürgerstiftung.